Yoshukai

Trainingsstätte der ständigen Entwicklung

yoshukai_logoDas Yoshukai-Karate ist eine Erweiterung des Chito-Ryu-Systems mit einem festerem Beinstand und einer offensiven Strategie. Leere-Hand-Techniken und Waffen-Techniken haben den gleichen Stellenwert. Die Katas des Yoshukai-Karate sind nicht versportlicht wie in vielen anderen japanischen Karaterichtungen, sondern haben noch ihre Ursprünglichkeit, was bedeutet, dass sie nicht ihrer energetischen Wirkung und Effektivität beraubt wurden. Die Lehrer des Yoshukai-Karate zeichnen sich besonders durch Toleranz und Loyalität und ihre wissenschaftliche Haltung in der Trainingsmethode aus. Das Yoshukai-Karate ist durch seine Vielseitigkeit für alle Altersstufen geeignet und kann bis ins hohe Alter betrieben werden. Yoshukai-Karate ist für Frauen und Männer gleichermaßen geeignet da es nicht nur auf die Kraft ankommt sondern besonders auf die Technik und Schnelligkeit der Hand- und Fußtechniken.


okinawa

Die wahre Geschichte des Karate beginnt wahrscheinlich mit dem einfachen Bedürfnis des Menschen, sich vor seinen Feinden zu verteidigen, egal ob es sich dabei um andere Menschen oder um wilde Tiere handelt. Der vorgeschichtliche Mensch hat überlebt und sich in seine heutige Version entwickeln können: dies ist der Beweis, daß seine Fähigkeit zur erfolgreichen Selbstverteidigung bereits in einer Zeit vor der Entwicklung von Waffen gegeben war. Bis zu diesem Jahrhundert gab es keine Systematisierung der Kunst der Selbstverteidigung.Erst im 20. Jahrhundert wurden die verschiedenen Techniken von dem, was wir heute Karate nennen, untersucht, klassifiziert und verbessert.


funakoshiDer Mann, der am meisten für die Systematisierung des modernen Karate verantwortlich war und es erfolgreich in Japan einführte, war Gichin Funakoshi.

chitoseAls das Studium des Karate in Japan immer populärer wurde, kamen weitere Meister des Karate von Okinawa nach Japan. Unter den besser bekannten war Dr. Tsuyoshi Chitose, Schüler des legendären Gichin Funakoshi, 10. Dan und Gründer des Chito-Ryu Karate.

yamamotoEin sehr fortgeschrittener Schüler und Protegé von Dr. Chitose, Mamoru Yamamoto, 8. Dan, brachte neue Techniken und verschiedene Waffen in das Chito-Ryu Karate. Als Ergebnis entwickelte sich das System, das heute als Yoshukai Karate bekannt ist.

fosterMike Foster 9.Dan, hat über einen Zeitraum von 10 Jahren mit Mamoru Yamamoto in Japan trainiert und brachte 1966 das Yoshukai-System in die Vereinigten Staaten. Mike Foster ist zur Zeit Cheftrainer der Yoshukai International Karate Association.


Mike Foster der japanische Amerikaner

Nur was Du selbst kennst kannst du beim Gegner ahnen

Mike Foster ist in jeder Hinsicht eine Ausnahme. Sein Name ist mit der Entwicklung und Förderung des traditionellen, aber auch des modernen Karate in den USA untrennbar verbunden. Der heute fast 70ig jährige Hüne wird von vielen als der „japanischste“ aller amerikanischen Karatekas bezeichnet.

Mike verbrachte die Jahre 1956 bis 1961 und nur kurz unterbrochen von einem Krankenhausaufenthalt auch die Jahre von 1962 bis 1967 in Japan. Als US-Soldat dort stationiert faszinierte ihn das japanische Leben, die Mentalität, Kultur und Geschichte dieses Landes und nicht zuletzt die Kampfkünste.

Mike Foster spricht fließend japanisch und seine Jahre waren auch sportlich vom großen Erfolgen geprägt. Er siegte gegen harte inländische japanische Konkurrenz in vielen Turnieren und Championships, wobei ihm natürlich seine Größe von 1.90 Meter sehr zu gute kam. Nach der Rückkehr in die USA spaltete sich auch das Chito-Ryu, wie so viele „klassische Stile“ in Untergruppen auf, entwickelt von ehemaligen Schülern. Auch Mike Foster schloss sich einen dieser Stilrichtungen an und nennt seine Methode „YOSHUKAI“, das seinen Platz in der Karate Association hat.

1956 kam Mike Foster mit der Armee nach Japan, 1957 ist er zum Karate gekommen und war zum damaligen Zeitpunkt schon träger des schwarzen Gürtel im „JUDO“. Er hatte damals nicht viel vom Karate gewusst aber als er es damals in Japan sah hatte es ihn sehr begeistert, die Kraft und die Bewegungen die in den Karatetechniken zu finden sind.

Angefangen hatte Mike Foster mit dem „Goshu-Ryu-Stil“ in dem er den 2.Dan hatte. Sein damaliger Lehrer hatte ihn dann an Herrn Yamamoto weiterempfohlen. Als Person war Herr Yamamoto ein großartiger Karatemann, sehr stark und sehr schnell. Sein Großmeister war Dr. Chitose und Herr Yamamoto war ihm als Schüler untergeordnet.

Mike Foster ist heute träger des 9.Dan wobei ihm der 7.Dan damals von Dr. Chitose über Yamamoto verliehen wurde. Zwischengrade beim Dan sind Shihan, Renchi, Kyoshi Hanchi, die alle eine unterschiedliche Lehrbefähigung ausdrücken.

Unterschiede der Meisterstufen: Es gibt zwei Schienen die nebeneinander laufen! Da ist einmal die normale Schwarzgurtreihe mit den Dan-Graden. Dazu kommen zwei Lehrtests. Mit dem 4.Dan ist der Shihan verbunden, mit dem 6.Dan ist der Renchin-Lehrertest verbunden. Neben dem normalen Aufsteigen in die Schwarzgurtreihe sind dies noch spezielle Prüfungen auf die Qualifikation als Lehrer.

Wie Mike Foster nach Deutschland kam!

Seit vielen Jahren veranstaltet er jedes Jahr in Amerika ein Karate-Camp als dann im Jahr 1976 ist kleine Gruppe von ca.40 Karatekas aus ganz Europa zu ihm als Schüler ins Karate-Camp kamen. Das war im Saint-Leo-Colleage in Saint-Leo/USA. Durch einen deutschen Schüler Herr Trapski hatte er seine ersten Verbindungen nach Deutschland bekommen.

Was ist Yoshukai?

Yoshukai ist das offenste system das Mike Foster im Karate kennt! Es ist alles zusammen – es ist offensive, es ist defensive, d.h. zur Selbstverteidigung, es ist Gymnastik. Man kann fast alles lernen. Es gibt das „Kihon“ die Grundschule, die „Kata“ das Schattenlaufen“, und das „Kumite“ der Wettkampf. Es ist nicht so wie in den traditionellen Systemen, auf einer engen Schiene laufend und vorschreibend: „So muss es gemacht werden, oder wir haben das Allheilmittel“! Man kann sich ziemlich frei entfalten innerhalb des Systems.

Woher kommen seine Kampftechniken und sein Prinzip?

Jemand der kämpft sollte Erfahrung in der Kata haben. Ganz viele Kampftechniken kommen aus der Kata. Mike´s Training ist nicht nur traditionelles Training, sondern er integriert auch die Erkenntnisse der Sportmedizin mit in seinen Unterricht. Man kann nicht zu Hause bleiben und alles um sich herum weiterentwickeln lassen. Das klare Ziel nicht aus den Augen zu verlieren hatte er sich auch schon immer von anderen Kampfkünsten inspirieren lassen und in sein Yoshukai Karatestil mit einfliesen lassen. Das was gut ist und funktioniert hat er sich aufgegriffen und mit in seinen Stil integriert.

Wie sieht es mit dem mentalen Training im Karate aus?

Es gibt einmal das mentale Training, das jeder Karateschüler dadurch bekommt dass er mit dem Karate eine Persönlichkeitsentwicklung erfährt. Der Schüler wird durch das Karate zu einer besseren und festeren Persönlichkeit geformt. Die zweite Möglichkeit des mentalen Trainings liegt in der Meditation das war aber nicht der Weg von Mike Foster.

Welche Bedeutung hat das Yoshukai-Symbol und gibt es eine Verbindung zum Ninja-Symbol?

Es gibt keine Verbindung zum Ninja-Symbol. Der japanische Buchstabe kann verschiedene Meinungen haben: Man kann das Ninja-Zeichen mit den Wörtern Herz- oder Schwertscheide oder Meditation übersetzen. Die einzelnen Zeichen können wenn sie aus dem Zusammenhang gerissen werden, sehr verschiedene Sachen bedeuteten.

Was sind die Merkmale eines erfolgreichen Trainings?

Jeder Schüler sollte bei seinem Training etwas für sich mit nach Hause nehmen, er sollte merken das es ihm von Training zu Training ein Stück weiter bringt. Es sollte so sein, dass vom Lehrer zum Schüler etwas übergeht und nicht so dass der Lehrer etwas aus dem Schüler herausholt. Wie der Karateschüler dem System begegnet hängt davon ab was für Gedanken er sich über das Karate macht. Yoshukai ist ein sehr vielseitiges Karatesystem wo jeder seine Ideen wiederfinden kann.

Die ethischen und moralischen Merkmale des Yoshukai?

Das Dojo „Trainingsraum“ sollte Lebenshilfe sein. Es geht nicht darum das Leben des Schülers zu verändern und nichts aufzudrängen…, es geht vielmehr darum den Charakter zu schulen, von Gewalt abzusehen, zuversichtlich zu sein und seine Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Hinderlich auf dem Weg des Lebens und des Karate sind alle die der Meinung sind es gibt nur den EINEN Weg! Engstirnige Menschen sind für sich und in ihrer Entwicklung die größte Behinderung.

An allen Dingen interessiert sein, gegenüber allen Dingen offen sein und nichts für unmöglich halten.

Aus einen Interview

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